Viel zu kurz..

Die Nacht war wieder einmal viel zu kurz, schlechte Träume und ein Kind was schon so früh aufstehen will.. im Hintergrund läuft walking on cars, meine absolute Lieblingsbands momentan, keine Ahnung warum aber diese Stimme ist einfach toll. Es ist bewölkt, was grade wohl auch mein Zustand wiederspiegelt. Grau, bewölkt.. ich wünschte es wäre einfach, einfach zu vergessen, aber ich kann es nicht, es ist viel zu viel passiert, manchmal glaube ich mein Kopf explodiert, weil ich es teilweise einfach nicht mehr aushalte. Früher hätte ich wahrscheinlich einfach zur Klinge gegriffen, aber nein, das geht nicht, ich habe Verantwortung und ich möchte nicht das es mein Kind sieht bzw mir irgendwas anmerkt das es mir nicht gut geht. Es gibt viele Wege sich gut abzulenken, was dagegen zu tun. Wir überlegen in letzter Zeit oft uns ein zweites Auto anzuschaffen, es ist blöd mit nur ein Auto, wenn mal was mit dem Kind ist oder man doch mal irgendwas machen möchte. Es soll ein Kleinwagen sein, halt einfach das wir zur Arbeit kommen, nur sind wir am überlegen ob es neuer sein soll oder halt einfach eins was fährt..

Heute..

Heute war eigentlich ein schöner Tag, die Sonne schien und wir haben den Tag draußen verbracht. Nun krachen Gedanke wieder auf mich ein, sodass ich tierische Kopfschmerzen bekomme. Der Vater von einen Freund hat Lungenkrebs mit Metastasen im Kopf. Als er morndas sagte, wow, Flashback vom feinsten. Mein Vater hatte es ebenfalls, ich sah also meinen Vater wie er sich quälen musste, wie er keine Kraft mehr hatte. Wie er mich am Ende nicht mehr erkannt hat, diesen Blick von ihm werde ich nie vergessen. Wie meine Mum im Krankenhaus blieb bei ihm, da es zu ende ging, wie ich aus der Schule kam und sie in der Küche saß und mir es einfach so vor den Kopf knallt das Papa eingeschlafen ist. Genauso hatte sie es bei meiner Oma gemacht. Ich glaube sie wusste es nicht besser in diesen Moment, als es einfach zu sagen, auch wenn es nicht sehr sensibel war. Ich würde gern sagen das ich meinem Vater nahe stand aber irgendwie war es nicht so, jedenfalls nicht als ich älter wurde. Ich hab ihn geliebt keine Frage aber es ist viel passiert. Was eigentlich nicht passieren darf. Von ihm hab ich meine Begeisterung für den Fußball, für meinen Verein. Es ist nun 16 Jahre her und ja ich vermisse ihn. Fuck Cancer!

Kartenhaus 🃏

Ich weiß nicht mal richtig wo ich starten soll, es sieht so aus als wenn mein Leben wieder einmal zusammen fällt, wie ein Kartenhaus. Gerne würde ich sagen das ich endlich glücklich bin aber irgendwas kommt immer wieder, die scheisse hört einfach nicht auf. So als ob ich bestraft werde, für das, was ich Menschen angetan habe in meiner Vergangenheit. Vielleicht hab ich es verdient? Ich fühle mich von Tag zu Tag immer wertloser, wie ein mieses Stück Scheisse. Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, das ich "heile" bin, ich bin schon lange gebrochen, versuche weiter zu machen, einfach zu "leben". Dieses "einfach" ist aber verdammt schwer. Ich hab einen verdammt guten Grund weiter zu machen, mein Sohn, mein Sonnenschein. Er gibt mir Kraft weiter zu machen, auch wenn ich oft davor bin einfach alles hinzuwerfen. Mein Mann sollte auch ein Grund sein, ist er aber nicht, er nimmt mich und meine Gefühle nicht ernst. Wahrscheinlich weil er es einfach nicht versteht oder nicht verstehen will. Ich habe schon lange aufgehört ihm irgendwas zu erzählen, es bringt einfach nix. Und genau das macht er mir nun zum Vorwurf, ich würde mich distanzieren. Ja das habe ich. Ich weiß, das ich mit ihm reden sollte, ihm verständlich machen was in mir vorgeht, aber er würde es nicht ernst nehmen, ich hab es doch probiert. So viele Sachen belasten nicht, ich versuche sie zu sortieren. Arbeit: jaja niemand hat Bock drauf..Ist es Mobbing zu zusehen wie jemand gemobbt wird? Die Kollegin muss echt viel aushalten, dabei macht sie immer alles was in Ihrer Macht steht. Der Chef weiß es aber reagiert nicht. Ich weiß nicht, wie lange ich mir das noch mit angucke. Donnerstag Mittag hatten wir Übergabe was so passiert ist in der Woche, die besagte Kollegin kam zu spät und würde so runtergemacht, hätte nicht viel gefehlt und ich hätte was gesagt. Wenn ich eins gelernt habe dann das man für sich aufstehen muss, grade damit man nicht so fertig gemacht wird. Bei mir hat es eine auch versucht aber hat es nicht geschafft mir ein schlechtes Gewissen zu machen, im Gegenteil ich wurde auch recht pampig. Und sollte es nochmal jemand wagen mit mir so zu reden, bekommen die die Kündigung, ich lass mir nicht auf der Nase rumtanzen, nicht mehr. So das wars erstmal von mir

so oder so, das Leben geht weiter...

Ersten beiden Dienste gut überstanden, heute wieder frei, gleich los Richtung Krankenhaus.. Bin gespannt wie lange ich noch dirt hin muss zum Verbandswechsel. Am Samstag durfte ich das erste Mal, nach 3 Monaten, duschen, das war herrlich. Da haben wir ja auch alleine den Verband gemacht. Aber es ist immer noch offen, was man irgendwie immer im Hinterkopf hat. Aber doch es ging gut, lagern und den Transfer von Menschen. Ich warte auf den Tag bis das komplett dicht ist und ich da nix mehr drauf machen muss. Viel eincremen muss mans sonst spannt es. Naja wenn man bedenkt das es 18x10 cm groß war und nun nur noch ein Strich da ist.. Gut das ich keine Hauttransplantation gebraucht habe, Wundheilung sei Dank.

Ab morgen dann Frühdienst, nicht wirklich mein Dienst aber was will man machen, wenn man die stellvertretung von der PDL ist. Am Abend eine Wohnungsbesichtigung. Bin mal gespannt, wie die Bude so ist. Ist schon arg schwierig eine Wohnung mit Hund zu finden, teilweise werden die Vermieter doch sehr pampig wenn man sagt das man einen großen Hund hat. Wobei mein alter Herr wirklich schon älter ist, mittlerweile Arthrose hat. Naja er spielt immer noch gerne aber das wird sich wohl so schnell auch nicht ändern. Somit muss die Bude im Erdgeschoss sein, da Treppen steigen schwierig ist und ich auch keine Lust habe ihn irgendwann hoch und runter zu tragen.

Krankengeld und andere Katastrophen

Nun bin ich also schon seit Anfang November zu Hause, es kommt mir echt vor wie eine halbe Ewigkeit. 2 OP`s überstanden. Bei der letzten wäre ich beinahe drauf gegangen weil ich so viel Blut verloren hatte. Noch am Tag meiner Entlassung fragte mich die Chefärztin ob ich eine Bluttransfusion haben möchte dsa meine Blutwerte immernoch sehr bescheiden waren, aber ich wollte meinen Geburtstag geschweige denn Weihnachten im Krankenhaus verbringen. Nachdem ich endlich entlassen wurde, musste ich jeden verdammten Tag zur Ambulanz um dort meinen Verband wechseln zu lassen. Das waren Schmerzen, die wünsche ich echt niemanden. Schlafen konnte ich nur auf dem Sofa weil ich so nicht alleine aus dem Bett gekommen wäre. Mit dem Hund raus gehen geht immer noch nicht, die Schmerzen sind dann einfach zu doll. Ich habe in der letzten Zeit so viele Tabletten genommen wie noch nie in meinem Leben.

Der Tag an meiner letzten OP lief eigentlich gut, ich kam früh dran und musste nicht, wie bei meiner ersten, bis Mittags warten bis es los geht. Zum Glück hatte ich an dem Tag noch eine fite Bettnachbarin, die, als mein Blutdruck enorm abgestiegen is, die Schwester rief. Ich kann mich noch entsinnen das sie vor die Tür lief und um Hilfe rief. Das nächste Mal wo ich die Augen aufgemacht habe standen alle da, 4 oder 5 Schwestern und Dr.O. der mich auch gleich fragte ob ich ihn erkenne. Sauerstoff bekam ich. Hyperventiliert hab ich zwischen drine, weil der Tod einfach so nahe war. Im Aufwachraum alleine mussten die mich 3x umziehen da das OP-Hemd total durch war und der Verband musste neu gemacht werden. Am Abend ging es wieder, merkte nur wie eine Schwester kam und mich nach unten in die Ambulanz schob, ich wusste nicht warum. Dort wartete C. schon auf mich. Ein Doc mit dem ich mich gut verstand und dutzen durfte. Er machte also den Verband auf, sah die 2 kleinen Stellen die noch bluteten, auch solange nach der OP, er nähte also... Ohne Narkose, noch nicht mal die Stelle wurde betäubt. Kann ich echt nich empfehlen, Schmerzen ohne Ende. Den Schmerzmittel Cocktail nahm ich und schlief. Bis heute denke ich das es was zum ruhigstellen war.

Mein erster Verbandswechsel nach dem ich das zweite Mal im Krankenhaus war, war schmerzhaft. Ich glaube ich habe noch nie im Leben so geschrien vor Schmerzen.

Nun, gehe ich noch 3 mal die Woche dorthin, mittlerweile ist man bekannt wie ein bunter Hund da, was Vorteile hat wenn die Ambulanz mal wieder überfüllt ist, man kommt gleich ran. Es tut nicht mehr weh und es ist fast dicht. Ich bin froh das es nicht so war wie nach der ersten OP.. Nochmal das Ganze, nein, das würde ich nicht aushalten.

Bald gehts zum Glück wieder los mit arbeiten. Krankengeld fällt dann weg, es ist wirklich nicht viel und ich bin froh das es ein Ende hat.