Krankengeld und andere Katastrophen

Nun bin ich also schon seit Anfang November zu Hause, es kommt mir echt vor wie eine halbe Ewigkeit. 2 OP`s überstanden. Bei der letzten wäre ich beinahe drauf gegangen weil ich so viel Blut verloren hatte. Noch am Tag meiner Entlassung fragte mich die Chefärztin ob ich eine Bluttransfusion haben möchte dsa meine Blutwerte immernoch sehr bescheiden waren, aber ich wollte meinen Geburtstag geschweige denn Weihnachten im Krankenhaus verbringen. Nachdem ich endlich entlassen wurde, musste ich jeden verdammten Tag zur Ambulanz um dort meinen Verband wechseln zu lassen. Das waren Schmerzen, die wünsche ich echt niemanden. Schlafen konnte ich nur auf dem Sofa weil ich so nicht alleine aus dem Bett gekommen wäre. Mit dem Hund raus gehen geht immer noch nicht, die Schmerzen sind dann einfach zu doll. Ich habe in der letzten Zeit so viele Tabletten genommen wie noch nie in meinem Leben.

Der Tag an meiner letzten OP lief eigentlich gut, ich kam früh dran und musste nicht, wie bei meiner ersten, bis Mittags warten bis es los geht. Zum Glück hatte ich an dem Tag noch eine fite Bettnachbarin, die, als mein Blutdruck enorm abgestiegen is, die Schwester rief. Ich kann mich noch entsinnen das sie vor die Tür lief und um Hilfe rief. Das nächste Mal wo ich die Augen aufgemacht habe standen alle da, 4 oder 5 Schwestern und Dr.O. der mich auch gleich fragte ob ich ihn erkenne. Sauerstoff bekam ich. Hyperventiliert hab ich zwischen drine, weil der Tod einfach so nahe war. Im Aufwachraum alleine mussten die mich 3x umziehen da das OP-Hemd total durch war und der Verband musste neu gemacht werden. Am Abend ging es wieder, merkte nur wie eine Schwester kam und mich nach unten in die Ambulanz schob, ich wusste nicht warum. Dort wartete C. schon auf mich. Ein Doc mit dem ich mich gut verstand und dutzen durfte. Er machte also den Verband auf, sah die 2 kleinen Stellen die noch bluteten, auch solange nach der OP, er nähte also... Ohne Narkose, noch nicht mal die Stelle wurde betäubt. Kann ich echt nich empfehlen, Schmerzen ohne Ende. Den Schmerzmittel Cocktail nahm ich und schlief. Bis heute denke ich das es was zum ruhigstellen war.

Mein erster Verbandswechsel nach dem ich das zweite Mal im Krankenhaus war, war schmerzhaft. Ich glaube ich habe noch nie im Leben so geschrien vor Schmerzen.

Nun, gehe ich noch 3 mal die Woche dorthin, mittlerweile ist man bekannt wie ein bunter Hund da, was Vorteile hat wenn die Ambulanz mal wieder überfüllt ist, man kommt gleich ran. Es tut nicht mehr weh und es ist fast dicht. Ich bin froh das es nicht so war wie nach der ersten OP.. Nochmal das Ganze, nein, das würde ich nicht aushalten.

Bald gehts zum Glück wieder los mit arbeiten. Krankengeld fällt dann weg, es ist wirklich nicht viel und ich bin froh das es ein Ende hat.

12.2.13 12:35

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